BDO Online Logo
  • Home
  • Ratgeber
  • Bundesweit
  • Unternehmen
  • Immobilien
Keine Treffer
Alle Ergebnisse anzeigen
Kontakt
BDO Online Logo
  • Home
  • Ratgeber
  • Bundesweit
  • Unternehmen
  • Immobilien
Keine Treffer
Alle Ergebnisse anzeigen
BDO Online Logo
Keine Treffer
Alle Ergebnisse anzeigen
Home Immobilien
Immobilien ohne Eigenkapital: Crowdfunding 2026

Immobilien ohne Eigenkapital: Crowdfunding 2026

Immobilien ohne Eigenkapital: Crowdfunding 2026

in Immobilien
Lesedauer: 4 min.

Wer in Deutschland eine Eigentumswohnung kaufen will, braucht nach wie vor in der Regel mindestens 20 Prozent Eigenkapital, dazu Kaufnebenkosten von sieben bis zehn Prozent des Kaufpreises. Bei einer Wohnung für 350.000 Euro sind das schnell 90.000 Euro, die vor der ersten Bankanfrage auf dem Konto liegen müssen. Für viele Berufstätige unter 40 ist das schlicht nicht vorhanden. Immobilien galten deshalb lange als Anlageform für Erben und Gutverdiener. Das verschiebt sich gerade.

Was Crowdfunding mit Immobilien zu tun hat

Beim Immobilien-Crowdfunding bündeln viele Privatpersonen kleine Beträge, um gemeinsam in ein Objekt oder Bauprojekt zu investieren. Plattformen wie Exporo, Engel & Völkers Digital Invest oder Bergfürst haben dieses Modell in Deutschland etabliert. Der Einstieg beginnt oft bei 500 Euro, manche Plattformen gehen inzwischen auf 100 Euro runter.

Das Grundprinzip: Ein Projektentwickler sucht Kapital für einen Neubau oder eine Bestandsimmobilie. Statt alles über eine Bank zu finanzieren, holt er sich einen Teil des Geldes über eine Crowdfunding-Plattform. Anleger stellen dieses Kapital als nachrangiges Darlehen zur Verfügung, bekommen dafür Zinsen und am Ende der Laufzeit ihr Geld zurück. Die Laufzeiten liegen typischerweise zwischen zwölf und 36 Monaten, die angebotenen Zinsen bewegen sich je nach Projekt und Risiko zwischen fünf und neun Prozent pro Jahr.

Was sich 2026 konkret verändert hat

Nach den Verwerfungen auf dem deutschen Immobilienmarkt zwischen 2022 und 2024 hat sich die Branche neu sortiert. Einige Plattformen sind verschwunden, andere haben ihre Risikoprüfung deutlich verschärft. Was bleibt, ist robuster. Für Anleger bedeutet das: Die Auswahl ist kleiner, aber die verbleibenden Projekte durchlaufen härtere Prüfverfahren.

Gleichzeitig hat die BaFin ihre Aufsicht ausgeweitet. Seit dem europäischen Crowdfunding-Regelwerk, das ab 2024 schrittweise greift, benötigen Plattformen eine EU-weite Zulassung als European Crowdfunding Service Provider (ECSP). Das erhöht die Transparenzpflichten gegenüber Anlegern und vereinheitlicht, welche Informationen vor einer Investition offengelegt werden müssen. Für Privatanleger ist das ein echter Fortschritt gegenüber dem eher wilden Wachstum der Branche vor 2020.

Wer sich einen strukturierten Überblick über aktuelle Projekte und Plattformen verschaffen will, findet bei Crowdfunding Immobilien eine Übersicht mit Vergleichsdaten zu Laufzeiten, Mindestbeträgen und bisherigen Renditen verschiedener Anbieter.

Ähnliche Artikel

Nachverdichtung urbaner Räume: Chancen und Grenzen

Nachverdichtung urbaner Räume: Chancen und Grenzen

24. Juli 2026
Urban Mobility Hubs und Immobilienpreise

Urban Mobility Hubs und Immobilienpreise

22. Juli 2026

Für wen das Modell taugt

Crowdfunding eignet sich nicht als Ersatz für den klassischen Immobilienkauf. Wer am Ende eine eigene Wohnung oder ein Haus besitzen will, kommt um Eigenkapital und Bankfinanzierung nicht herum. Als Einstieg in Immobilieninvestments oder als Beimischung im Portfolio funktioniert es dagegen gut.

Drei typische Nutzerprofile aus der Praxis:

  • Berufseinsteiger mit 2.000 Euro Sparrate pro Monat: Zu wenig für klassische Immobilien, zu viel für das Tagesgeldkonto. Crowdfunding ermöglicht, erste Erfahrungen mit dem Immobilienmarkt zu sammeln, ohne ein Jahrzehnt sparen zu müssen.
  • Bestandsanleger mit Streuungsbedarf: Wer bereits Aktien und ETFs hält, kann Immobilien-Crowdfunding als schwach korrelierte Beimischung nutzen. Die Renditestruktur unterscheidet sich grundlegend von Aktienmärkten.
  • Selbstständige ohne Kreditwürdigkeit für Bankfinanzierungen: Wer keine SCHUFA-freundliche Gehaltsabrechnung vorweisen kann, scheitert oft bei der klassischen Baufinanzierung. Als Anleger auf einer Crowdfunding-Plattform spielt das keine Rolle.

Die Risiken, die oft unterschätzt werden

Nachrangdarlehen bedeuten im Insolvenzfall eines Projekts: Anleger werden zuletzt bedient. Banken, die vorrangige Kredite vergeben haben, erhalten ihr Geld zuerst. Das ist kein kleiner Unterschied. Zwischen 2020 und 2024 gab es in Deutschland mehrere Fälle, in denen Anleger auf Crowdfunding-Plattformen Verluste hinnehmen mussten, weil Projektentwickler insolvent wurden.

Hinzu kommt die Illiquidität. Anders als Aktien lässt sich ein laufendes Crowdfunding-Investment nicht einfach verkaufen. Wer das Geld vor Laufzeitende zurückbraucht, hat in den meisten Fällen keine Option. Einige Plattformen haben Sekundärmarktlösungen eingeführt, aber die Liquidität dort ist begrenzt.

Ein weiterer Punkt, der in Hochglanzpräsentationen selten auftaucht: Projektverzögerungen. Bauprojekte laufen in Deutschland regelmäßig drei bis zwölf Monate über den ursprünglichen Zeitplan. Was als 18-monatiges Investment geplant war, kann sich auf 28 Monate ausdehnen. Die Verzinsung läuft in dieser Zeit weiter, aber die Planungssicherheit leidet.

Worauf Anleger achten sollten

Wer konkret einsteigen will, sollte vor einer Investitionsentscheidung mindestens folgende Punkte prüfen:

  • Eigenkapitalquote des Projektentwicklers am Gesamtvolumen (unter 10 Prozent ist ein Warnsignal)
  • Track Record der Plattform bei abgeschlossenen Projekten, nicht nur bei laufenden
  • Standort und Nutzungsart des Objekts (Wohnimmobilien in B-Städten haben aktuell bessere Fundamentaldaten als Gewerbeprojekte in C-Lagen)
  • Ob eine ECSP-Zulassung vorliegt
  • Maximale Investitionsquote im eigenen Portfolio (Faustregel vieler Finanzplaner: nicht mehr als 10 bis 15 Prozent des Anlagevermögens in Crowdfunding)

Was 2026 realistisch erreichbar ist

Ein Beispiel aus der Praxis: Wer ab Januar 2026 monatlich 500 Euro in drei bis vier verschiedene Crowdfunding-Projekte mit durchschnittlich 6,5 Prozent Verzinsung und 24 Monaten Laufzeit steckt, hat nach zwei Jahren rund 12.000 Euro investiert und erzielt Zinserträge von circa 780 Euro brutto. Das ist kein Vermögen, aber es ist ein Einstieg, und er erfordert kein vorhandenes Eigenkapital in fünfstelliger Höhe.

Crowdfunding löst das Eigenkapitalproblem beim Immobilienkauf nicht. Es schafft aber eine Brücke für Menschen, die bisher komplett außen vor standen. Wer die Mechanismen versteht, die Risiken kennt und Verluste im eingesetzten Kapital verkraftet, findet hier ein Instrument, das vor zehn Jahren schlicht nicht existierte.

Klicke, um diesen Beitrag zu bewerten!
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]
TeilenTweet
Vorheriger Artikel

Urban Mobility Hubs und Immobilienpreise

Nächster Artikel

Volksfeste 2026: Was Familien und Aussteller wissen müssen

Ähnliche Beiträge

Nachverdichtung urbaner Räume: Chancen und Grenzen

Nachverdichtung urbaner Räume: Chancen und Grenzen

von Sebastian
24. Juli 2026
0

Städte wachsen, Bauland wird knapper. Nachverdichtung gilt als Antwort auf den Wohnungsmangel – doch wo liegen die realen Grenzen dieser...

Urban Mobility Hubs und Immobilienpreise

Urban Mobility Hubs und Immobilienpreise

von Sebastian
22. Juli 2026
0

Wo Mobilitätsdrehscheiben entstehen, verändern sich Stadtteile grundlegend. Was Urban Mobility Hubs mit Bodenpreisen, Wohnlagen und Investitionsentscheidungen machen.

Immobilienmakler Heilbronn: regional verkaufen

Immobilienmakler Heilbronn: regional verkaufen

von Sebastian
21. Juli 2026
0

Wer eine Immobilie in Heilbronn oder dem Umland verkaufen will, steht vor einer Entscheidung: Selbst vermarkten oder einen Makler mit...

Immobilien Torri del Benaco: Was Käufer 2026 wissen müssen

Immobilien Torri del Benaco: Was Käufer 2026 wissen müssen

von Sebastian
18. Juli 2026
0

Torri del Benaco am Gardasee zieht immer mehr deutsche Immobilienkäufer an. Warum gerade dieser Ort, was Objekte kosten und worauf...

Weitere laden
Nächster Artikel
Volksfeste 2026: Was Familien und Aussteller wissen müssen

Volksfeste 2026: Was Familien und Aussteller wissen müssen

Fördermittel 2026: Was Selbstständige beantragen können

Fördermittel 2026: Was Selbstständige beantragen können

27. Juli 2026
Branchenverzeichnis wermachtwas: So funktioniert lokale Sichtbarkeit

Branchenverzeichnis wermachtwas: So funktioniert lokale Sichtbarkeit

27. Juli 2026
Flippa Alternativen - beste Plattform in Deutschland

Flippa Alternativen – beste Plattform in Deutschland

26. Juli 2026

Kategorien

  • Allgemein
  • Bundesweit
  • Immobilien
  • Ratgeber
  • Unternehmen
Fördermittel 2026: Was Selbstständige beantragen können
Unternehmen

Fördermittel 2026: Was Selbstständige beantragen können

27. Juli 2026
Branchenverzeichnis wermachtwas: So funktioniert lokale Sichtbarkeit
Unternehmen

Branchenverzeichnis wermachtwas: So funktioniert lokale Sichtbarkeit

27. Juli 2026
Flippa Alternativen - beste Plattform in Deutschland
Allgemein

Flippa Alternativen – beste Plattform in Deutschland

26. Juli 2026
Letzte Meile 2026: Was Onlinehändler wissen müssen
Ratgeber

Letzte Meile 2026: Was Onlinehändler wissen müssen

26. Juli 2026
Nachverdichtung urbaner Räume: Chancen und Grenzen
Immobilien

Nachverdichtung urbaner Räume: Chancen und Grenzen

24. Juli 2026
Der richtige Zeitpunkt für ein neues Fahrrad: Wann lohnt sich der Umstieg?
Allgemein

Der richtige Zeitpunkt für ein neues Fahrrad: Wann lohnt sich der Umstieg?

24. Juli 2026
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Richtlinie (EU)

© 2025 All Rights Reserved

Zustimmung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Zustimmung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}
Keine Treffer
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Home
  • Ratgeber
  • Bundesweit
  • Unternehmen
  • Immobilien

© 2025 All Rights Reserved